Karl Kollermann: Matrikenbücher als Quellen für Gemeinschaftskonzepte.
Das ‚Matriculaprojekt‘ des Archives der Diözese St. Pölten
Matrikenbücher sind als historische Quelle nicht nur für Familienforscher von Interesse. Besonders Tauf-, Trauungs- und Sterbebücher geben Einblick in Themen wie Bevölkerungsentwicklung, Migration oder Ausbreitung von Krankheiten. Durch die verpflichtende Führung von Matriken in der katholischen Kirche sind diese Quellen nicht nur über Ländergrenzen hinweg geführt worden, sondern, aufgrund ihrer innerkirchlichen Relevanz, auch oft in lückenloser Form vorhanden.
Ein Problem bei der orts- und länderübergreifenden Erforschung der Matrikenbücher war und ist die Lagerung dieser Bücher in verschiedensten staatlichen oder kirchlichen Archiven sowie in immer mehr Fällen deren schlechte Zugänglichkeit in unbesetzten Pfarren.
Mit „Matricula“ ist es gelungen eine Plattform zu schaffen, die einerseits für Archive eine einfache Möglichkeit bietet ihre digitalisierten Matriken online zur Verfügung zu stellen und andererseits für Forscher einen einfach zugänglichen Pool an Quellen bietet.
English version
Parish registers are not just great sources for genealogists, they also give insight in many different issues. Especially with registers covering baptism, marriage and death it is e.g. possible to follow the patterns of migration, the development of population and the spreading of diseases. As catholic churches were required to cover all baptizes, marriages and deaths there are parish books from different nations. The parish books were highly relevant within the church and therefor most of these books still exist.
One great problem for crosstown or cross-national researches has always been and still is that the books are stored in separated state or religious archives. On the other hand, sometimes it is not so easy to get access to an archive of a parish because of the shortage of priests.
The online platform „Matricula“ solves these problems by giving archives an opportunity to simply upload digitised data and easy access to all different kind of information for researching.
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Redaktion (2. Oktober 2014). Karl Kollermann: Matrikenbücher als Quellen für Gemeinschaftskonzepte. EN ROUTE TO A SHARED IDENTITY. Abgerufen am 10. September 2026 von https://doi.org/10.58079/nmc0
